Strecke

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Rotary-Charity-Classics 2021

  

Rotary-Charity-Classics 2021

Ein reizvoller Tag mit Ihrem Lieblingsauto und für einen guten Zweck.

Unter dem Motto: "Vineyards & Curves"

 

VORABEND: Ist noch offen.

 

RALLYETAG

Zum Rallye-Frühstück treffen wir uns ab 8:30 Uhr in der experimenta Heilbronn. Bis 9:15 Uhr werden Fahrer und Fahrzeuge registriert und die Unterlagen ausgegeben, damit der Start pünktlich ab 9:30 Uhr stattfinden kann. Die 8. Charity-Rallye bringt uns über Untergruppenbach, Marbach, Besigheim, Zaberfeld nach Sulzfeld. Die von Neckar, Enz, Lein und Zaber durchflossene Landschaft ist ein Rotweingebiet. Sorten wie der in Bezug auf Klima und Boden anspruchsvolle Lemberger und die roten Burgunder wachsen hier auf fruchtbaren Keuperböden. Nach einem herrlichen Blick von der Ravensburg steuern wir über Schwaigern, den Heuchelberg und durch das Zabergäu mit Güglingen, Brackenheim und Lauffen das Ziel an: Die Gaststätte Haigern zwischen Talheim und Flein. Nach dem Buffet findet die Siegerehrung statt. Außerdem gibt es erste Informationen zur Rallye-Planung für das Jahr 2022.

Durch Weingärten zu Burgen und Schlössern kurven - das ist die 210 Kilometer lange Strecke der 8. Rallye „Rotary-Charity-Classics“ zwischen Baden und Württemberg. 50 Old- und Youngtimer aus allen Epochen der automobilen Geschichte bewegen sich am 24./25. September 2021 über erlebnisreiche Wege.

Nach der Premiere im Jahr 2013 (Hohenlohe) und Veranstaltungen 2014 (Burgenstraße-Odenwald), 2015 (Kraichgau-Stromberg), 2016 (Auf den Spuren des Limes),  2017 (Land der 1000 Hügel), 2018 (Zauber der Tauber) und im Bundesgartenschau-Jahr 2019 (Flower & Power) führt die Rallye 2021 durch eine Landschaft, die nicht nur das badische mit dem württembergischen Weinbaugebiet verbindet, sondern mit Burgen und Schlössern auch auf eine faszinierende Geschichte zurückblicken kann. Start ist vor der Kulisse des Science-Centers experimenta Heilbronn. Auch hier begegnen sich Vergangenheit und Zukunft.

Nach dem Frühstück in der experimenta geht es am 25.09.2021 durch die Weinlandschaften Schozach- und Bottwartal zu den Steillagen am Neckar und in das Gebiet Kraichgau-Stromberg mit der Mittagspause auf der Ravensburg. Zurück nach Heilbronn geht die Fahrt durch das Zabergäu mit Brackenheim, der Geburtsstadt des ersten deutschen Bundespräsidenten Theodor Heuss, und zum Abschluss auf den Aussichtspunkt Haigern zwischen den Weinorten Talheim und Flein.

Entlang der ca. 210 Kilometer langen Strecke sorgen Wertungsprüfungen für Spannung und Unterhaltung.

Der Erlös der Charity-Rallye kommt ausschließlich sozialen Projekten zugute.

 

STRECKENKARTE: 


 

  

Fotos:Barbara Zett

Heilbronn

Heilbronn und seine rund 125000 Einwohner hatten 2019 bundesweite Aufmerksamkeit mit der Bundesgartenschau, die von über 2,3 Millionen Menschen besucht wurde. Sie war auch  Start und Ziel der Rallye 2019. Die Garten- und Stadtausstellung gab Impulse für ein neues urbanes Wohngebiet im alten Industriegebiet am Neckar. Mit dem Ausbau einer von der Dieter-Schwarz-Stiftung geförderten Bildungslandschaft im Campuspark, in die sich auch die Technische Universität München (TUM) integriert hat, dem neuen Science-Center experimenta, das in einem architektonisch spektakulären Bauwerk Naturwissenschaft und Technik spielerisch für Jung und Alt erlebbar macht, und mit weiteren stadtbildenden Projekten erfährt Heilbronn als wirtschaftliches, kulturelles und administratives Zentrum der Region Heilbronn-Franken einen zukunftsorientierten nachhaltigen Aufschwung. Der Blick vom Wartberg aus 308 Metern Höhe weitet die Perspektive auf das „grüne“ Heilbronn, Es ist die Mischung aus Naturgürtel, grüner Stadtlandschaft, Wirtschaft und Neckarkanal, aber auch aus Kultur und Freizeitmöglichkeiten, die das Wesen Heilbronns ausmachen. Johann Wolfgang von Goethe schwärmte beim Blick vom Wartberg: „Alles was man übersieht, ist fruchtbar; das nächste sind die Weinberge, und die Stadt selbst liegt in einer großen, grünen Masse von Gärten. Es gibt den Anblick von einem ruhigen, breiten, hinreichenden Genuss." Am historischen Zentrum Marktplatz mit Rathaus und astronomischer Kunstuhr, Käthchenhaus und der Kilianskirche treffen wir uns am Freitag zum „Get together“ mit dem Käthchen von Heilbronn. www.heilbronn.de

Untergruppenbach

Der Name „Groppenbach“ bezeichnete gleichermaßen den Ort wie auch den ihn durchlaufenden Bach. Sein Name geht auf den Süßwasserfisch Groppe zurück. Die Burg Stettenfels über der Gemeinde wurde im 14. Jahrhundert von den Herren Sturmfeder, im 16. Jahrhundert von den Fuggern ausgebaut. Von ihr hat man einen hervorragenden Blick auf die Umgebung. Im Sommer finden auf der Burg kulturelle Veranstaltungen wie Jazz-Konzerte oder Freilicht-Theater statt. Seit 2005 gibt es jedes Jahr ein mittelalterliches Burgfest.  www.untergruppenbach.de

Abstatt

Abstatt im Tal der Schozach hat mit der Ansiedlung renommierter Unternehmen wie Bosch, Münzing, SAP-Steeb (bis 2013) und anderen aus verschiedenen Industriezweigen die Vorteile seiner Autobahn-Nähe genutzt. Die mündliche Überlieferung besagt, dass die jungen Burschen Abstatts früher gerne in die Nachbarorte gewandert sind, um dort die holden Weiblichkeiten zu umwerben. Um sich bei den Damen bemerkbar zu machen, standen die jungen Männer unter deren Fenster und miauten. Bald waren die Abstatter aufgrund dieses Werbens nur noch „Rällinge" genannt, was einen unternehmungslustigen Kater auf Brautschau meint. Sie findet man heute im Bürgerpark im Ortskern von Abstatt als bunt bemalte Katzenfiguren. Die Burg Wildeck über Abstatt beherbergt ein Versuchsgut der Weinsberger Weinbauschule. www.abstatt.de

Großbottwar

Die Weinstadt Großbottwar wird als Bottwar 779 zum ersten Mal in einer Schenkungsurkunde des Grafen Kunibert an das Kloster Fulda genannt. Im Zuge der Gemeindereform wurden 1971 die selbständigen Gemeinden Winzerhausen sowie Hof und Lembach in die Stadt Großbottwar eingemeindet. www.grossbottwar.de

Steinheim

Mit seinen beiden Stadtteilen Kleinbottwar und Höpfigheim liegt Steinheim am Eingang zum weinreichen Bottwartal, direkt am Zusammenfluss von Bottwar und Murr. Die Stadt verdankt Bekanntheitsgrad einer jungen Frau, deren Schädel im Jahre 1933 in einer Kies- und Sandgrube entdeckt wurde. Mit einem geschätzten Alter von 300.000 Jahren ist der Homo Steinheimensis der drittälteste Menschenfund in Deutschland. www.stadt-steinheim.de

Marbach

Mit Marbach sind der Name des Dichters Friedrich von Schiller, die Deutsche Schillergesellschaft, das Schiller-Nationalmuseum, das Deutsche Literaturarchiv und das Literaturmuseum der Moderne (LiMo) verbunden. Hoch über dem Neckar auf der Schillerhöhe steht seit 1955 das „Gedächtnis“ der deutschsprachigen Literatur für die Nach- und Vorlässe bedeutender Schriftsteller und Gelehrter, darunter Franz Kafkas unvollendetes Romanmanuskript „Der Process“, das 1988 für umgerechnet 1,75 Millionen Euro ersteigert wurde, die Manuskripte von Döblins „Berlin Alexanderplatz“, Hesses „Steppenwolf“, Kästners „Emil und die Detektive“ und viele mehr. Das älteste Schriftstück dürfte ein Brief von Martin Luther aus dem Jahr 1529 sein. Die Bestände geben ein Bild des literarischen und kulturellen Lebens von 1750 bis zur Gegenwart. Allein im „LiMo“ sind über 1200 Schriftsteller- und Gelehrtennachlässen zu sehen. Am 10. November 1759 wurde in Marbach der Dichter, Philosoph und Historiker Johann Christoph Friedrich von Schiller geboren. 1802 geadelt, gilt er als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker, Lyriker und Essayisten und mit Wieland, Goethe und Herder zum Viergestirn der Weimarer Klassik. Viele seiner Theaterstücke, darunter das Freiheitskampf-Drama „Die Räuber“, gehören zum Standardrepertoire der deutschsprachigen Theater. Schiller ist am 9. Mai 1805 in Weimar gestorben. www.schillerstadt-marbach.de

Pleidelsheim

Pleidelsheim liegt in einer Neckarschlinge. Der Ort geht auf eine fränkisch-alemannische Gründung des 6./7. Jahrhundert zurück. Namensgeber ist ein gewisser Blidolf, dessen Gehöft auf dem heutigen Gemeindegebiet lag. In alten Chroniken und Karten lautet der Ortsname deshalb „Blidolvsheim“ (genau: 972 Blidoluesheim, 12. Jahrhundert Blidelssheim, 1300 Blidolfishain). Pleidelsheim wurde anlässlich einer Schenkung an das Kloster Lorsch erstmals im Jahre 794 urkundlich erwähnt. www.pleidelsheim.de

Mundelsheim

Mundelsheim, vom Weinbau mit Neckarschleife und Steillagen geprägt, hat seinen Namen von einem alemannischen Adeligen namens Mundolf. In der ehemaligen Zehntscheuer werden in der Weinbauausstellung die geschichtlichen Hintergründe erläutert. Eine sehr bekannte Weinlage ist der Mundelsheimer Käsberg. Die RAF-Terroristen Knut Folkerts und Günter Sonnenberg haben am 6. April 1977, am Tag vor dem Attentat auf den Generalbundesanwalt Siegfried Buback, zwölf Flaschen Wein bei der Weingärtnergenossenschaft Mundelsheim gekauft. www.mundelsheim.de

Hessigheim

Hessigheim liegt überwiegend am rechten Ufer des Neckars. Die Steilhänge nördlich der Schleife sind mit Weinbergen bewachsen, das Südufer des Flusses ist bewaldet. Der Ort wurde vermutlich von Alemannen gegründet und kam um 500 n. Chr. unter fränkische Herrschaft. 1595 erwarb ihn Württemberg. Die geschichtliche Vergangenheit wurde vorwiegend durch Klöster, insbesondere durch das Kloster Hirsau, bestimmt. Da im Schwarzwald kein Weinbau möglich war, brauchten die Mönche Besitz am Neckar, dessen Wein schon im Mittelalter berühmt war. Jahrhundertelang haben die Weingärtner ihre Weine selbst vermarktet, bis 1950 die Weingärtnergenossenschaft Hessigheim eG gegründet wurde, die 1972 mit der Felsengartenkellerei Besigheim fusionierte. Die hoch aufragenden, zerklüfteten Felsengärten sind bei Wanderern wie bei Sportkletterern beliebt und ein Biotop. www.hessigheim.de

Besigheim

Besigheim liegt am Zulauf der Enz zum Neckar. Der Name leitet sich vom Namen eines Sippenhäuptlings Baso ab. 1463 wurde Besigheim von Baden an die Pfalzgrafen bei Rhein verpfändet, die die Stadt wiederum vorübergehend bis 1486 an Hans von Gemmingen unterverpfändeten. 1504 wurde die Stadt durch Herzog Ulrich von Württemberg im Rahmen des Vollzugs der kaiserlichen Acht gegen Pfalzgraf Ruprecht erobert. 1595 ging sie durch Kauf endgültig an Württemberg. 2009 wurde durch Nachforschungen anlässlich des Dresden-Besuchs von Barack Obama, dem damaligen US-Präsidenten, bekannt, dass Obama deutsche Wurzeln hat und sein 6. Urgroßvater, Johann Conrad Wölfflin, am 29. Januar 1729 in Besigheim geboren wurde. Wölfflin ist 1750 nach Amerika ausgewandert und hat dort seinen Nachnamen in Wolfley geändert. Besigheim bietet eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtbilder in Süddeutschland. Im Zentrum steht der Marktplatz mit dem Rathaus von 1459. Im Erdgeschoss sind dort römische Reliefplatten mit Szenen aus dem Mithras-Kult eingemauert. Der Ort liegt an der Württemberger Weinstraße und der Südroute der Deutschen Fachwerkstraße. Ehrenbürger ist der frühere Heilbronner Finanzbürgermeister Werner Grau, der von 1971 bis 1991 Bürgermeister von Besigheim war. www.besigheim.de

Sachsenheim

Groß- und Kleinsachsenheim liegen mit den Ortsteilen Hohenhaslach, Ochsenbach, Spielberg und Häfnerhaslach im Tal des Kirbachs im südwestlichen Teil des Strombergs. Sachsenheim wurde 1090 erstmals urkundlich erwähnt. Die unterschiedlichen Ortsnamen Niederhaslach, Oberhaslach und Häfnerhaslach bildeten sich erst im Lauf der Zeit aus. 1283 wurde erstmals zwischen Haselach superiori et inferiori (Hohenhaslach und Niederhaslach) unterschieden. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit ist das Wasserschloss in Großsachsenheim. Erbaut im 14. Jahrhundert, abgebrannt 1542 und neu errichtet im Jahr 1544. Nach einer Sage soll beim Brand der Schlossgeist „Klopferle“ seine Finger im Spiel gehabt haben. Das Klopferle ist als Steinfigur am Toreingang des Schlosses verewigt. 1908 gründeten Vorreiterinnen der Frauenbildungsbewegung hier die erste Wirtschaftliche Frauenschule in Württemberg, das heutige Lichtenstern Gymnasium. www.sachsenheim.de

Pfaffenhofen

Pfaffenhofen mit dem Ortsteil Weiler liegt umgeben von Weinbergen und Wald im Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Entlang des Brunnenwegs, der durch schattige Wälder führt, gibt es an sieben Stationen viel Interessantes über Quellen und Brunnen zu erleben. Mittelpunkt des 1989 neu gestalteten Kelterplatzes ist einer der zahlreichen von Gunther Stilling für Pfaffenhofen geschaffenen Brunnen. Die Kirche zum Heiligen Kreuz im Ortsteil Weiler ist bekannt für ihre Ausmalereien der protestantischen Frömmigkeit (Motive aus der biblischen Geschichte) durch Johannes Stiegler aus Prag, eine Seltenheit in Süddeutschland. www.pfaffenhofen-wuertt.de

Zaberfeld

Die Gemeinde mit den Ortsteilen Michelbach, Leonbronn und Ochsenburg liegt unterhalb der Zaber-Quelle im Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Im Sommer ist die Ehmetsklinge, die als Hochwasserschutz für das Zabergäu dient, ein beliebter Ausflugsort und Badesee. 2012 wurden die neuen „Wasserwelten Zaberfeld" eingeweiht. Im Ortskern befindet sich das 1618 fertiggestellte Renaissanceschloss der Herren von Sternenfels. www.zaberfeld.de

Sulzfeld/Ravensburg

Der Rundblick von der über der Weinbaugemeinde Sulzfeld gelegenen Ravensburg reicht weit über die fruchtbare Landschaft des Kraichgaus bis zu den Ausläufern der Vogesen und des Schwarzwalds. Der Torbogen des Pförtnerhauses gewährt Einlass zur äußeren Burg mit Platz für Ritterspiele, Mittelalterliche Märkte und Open-Air-Konzerten zwischen historischen Bauten. Über eine Brücke schreitet man in die innere Burg. Die Ravensburg zählt zu den bedeutendsten noch erhaltenen Burgen im Kraichgau. Eine Chronik der Freiherren Göler datiert den Baubeginn um 930 und nennt als Bau- und Burgherrn einen Ritter Rabanus, der heute als Legende angesehen wird. Zwischen 1220 und 1222 wurde die Burg im heute noch weitgehend erhaltenen Grundriss erbaut. Letzter Bewohner der Burg war Johann Friedrich Göler von Ravensburg. Seit 2009, als die Pforzheimer Brauereifamilie um den rotarischen Freund und früheren Governor Wolfgang Scheidtweiler einzieht, hat sich das Burgrestaurant im Naturpark Stromberg-Heuchelberg zu einem gastronomischen Anziehungspunkt mit regionalen Schwerpunkten vom Naturparkmenü bis zm Eppinger Palmbräu-Bier und ortsansässigen Weinen entwickelt. Brautpaaren steht in einem der historischen Keller eine Traukapelle zur Verfügung. www.sulzfeld.de www.burgrestaurant-ravensburg.de

Schwaigern

Am Fuße des Heuchelbergs gelegen, baut man am Stammsitz der Grafen von Neipperg schon seit Jahrhunderten Wein an. Heute hat mit der Heuchelberg-Kellerei eine der größten Kellereien Baden-Württembergs ihren Sitz am Ort. Das bekannte Weingut des Grafen von Neipperg und mehrere Selbstvermarkter runden das umfangreiche und hochwertige Angebot ab. Historische Bauwerke zeugen von vergangenen Zeiten: Die spätgotische Stadtkirche mit ihren zahlreichen Kunstwerken, der romantische Hexenturm, das gräfliche Schloss oder die Reste der Stadtmauer. Ein herausragendes Kulturgut ist die evangelische Stadtkirche mit dem Barbara-Altar des Malers Jörg Ratgeb. Das Barbara-Retabel von 1510 ist das früheste der signierten und datierten Werke Ratgebs, zugleich ein Meisterwerk der süddeutschen Frührenaisssance. www.schwaigern.de

Güglingen

Güglingen besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Eibensbach und Frauenzimmern.

Schon in der Jungsteinzeit und zu Zeiten der Kelten und Römer war die Güglinger Gemarkung besiedelt. Der Ort gehörte im 13. Jahrhundert den Herren von Neuffen und erhielt spätestens 1295 die Stadtrechte. 1340 wurde die Stadt nach mehreren Besitzerwechseln württembergisch. Im Bauernkrieg 1525 war Güglingen das Zentrum des Aufruhrs im Zabergäu. Die Mauritiuskirche in Güglingen wurde 1241 erstmals erwähnt, im 18. Jahrhundert umfassend erneuert, brannte beim Stadtbrand 1849 ab und wurde 1850 wieder aufgebaut. Die Kirche wurde um 1970 von dem Güglinger Architekten Heinz Rall modernisiert, der gemeinsam mit seiner Frau Ursula Stock durch Modernisierungen und Kunstobjekte das gesamte Bild der Ortsmitte von Güglingen prägte. Das nach dem Stadtbrand neben der Kirche errichtete Alte Rathaus von 1850 beherbergt seit 2008 das Römermuseum. Der Deutsche Hof wurde von Herzog Ludwig von Württemberg um 1570 errichtet. Von der Anlage sind heute noch die Herzogskelter mit Bandhaus sowie die Zehntscheuer erhalten. Die Herzogskelter beherbergt heute ein Hotel, die Zehntscheuer eine Bank. Oberhalb des Ortsteils Eibensbach befindet sich die Ruine der staufischen Burg Blankenhorn aus dem 13. Jahrhundert. In Eibensbach ist der Stammsitz eines der weltweit größten Baugerüsthersteller, des Unternehmens Wilhelm Layher GmbH & Co. KG mit über 700 Mitarbeitern. In Güglingen befinden sich über 50 Skulpturen und sonstige Kunstobjekte im öffentlichen Raum. Der Weinbrunnen im Deutschen Hof und die Skulptur Vier Jahreszeiten am Marktplatz wurden von Ursula

Stock  gestaltet. Ebenfalls im Deutschen Hof befinden sich der Brunnen Wassertiere (1988) von Wolfgang Knorr, der Güglinger Bacchus (1985) von Jürgen Goertz und die Embleme (1979) von Lee Babel. Vor der Zehntscheuer befinden sich die Statue Der Wächter (1980) von Richard Heß sowie die Skulptur Güglinger Sphinx (1983) von Gunther Stilling. Weitere Skulpturen in Güglingen stammen von Horst Antes, Jörg Failmezger, Klaus Hennig, Guido Messer, Ottmar Mohring, Ralph Nieling, Joachim Schmettau, Wolfgang Thiel und anderen. www.gueglingen.de

Cleebronn/Tripsdrill

Der Erlebnispark Tripsdrill mit Wildpark bietet etwa 100 Attraktionen, zoologische Anlagen und Museen. Tripsdrill gilt als der älteste Freizeitpark Deutschlands. Am 30. Juni 1929 eröffnete der Gastronom Eugen Fischer bei Cleebronn eine Altweibermühle, die anfangs nur aus einem kleinen Mühlenturm und einer Rutsche bestand. 1950 wurde die heutige Altweibermühle eingeweiht. Gegenüber entstand 1970 die Altmännermühle. Das Weinbaumuseum Vinarium beherbergt eine der größten Sammlungen von Holz-Spindel-Pressen in Deutschland. 1998 eröffnete die Achterbahn G’sengte Sau. Der Burgkomplex Rauhe Klinge mit Wildwasserbahn wurde im Jahr 2000 eingeweiht. Mammut, am 28. April 2008 eröffnet, ist die erste Holzachterbahn komplett aus deutscher Produktion. Die Karacho-Katapult-Achterbahn zählt zur Großattraktion des Parks. Sie wurde im Juli 2013 gestartet.

Mit 780.000 Gästen schaffte der Freizeitpark zum 90-Jahr-Jubiläum 2019 einen neuen Besucherrekord. Geschäftsführer Helmut Fischer kündigt für 2020 zwei neue Attraktionen an: Zwei neue Achterbahnen, bei denen sich der Streckenverlauf mehrfach kreuzt. Die Familien-Achterbahn (Family Boomerang) fährt nicht nur vorwärts, sondern auch rückwärts. In der ersten Hänge-Achterbahn (Suspended Thrill Coaster) hängen die Fahrgäste in Sitzen, die unter der Schiene angebracht sind. Die Bahn beschleunigt bis auf 80 Stundenkilometer und erreicht eine Höhe von 30 Metern. Nach 2015, 2016 und 2017 erhielt der Freizeitpark 2019 erneut den European Star Award als bester Erlebnispark Europas unter einer Million Besucher. www.tripsdrill.de

Brackenheim

Zu Brackenheim gehören die Stadtteile Botenheim, Dürrenzimmern, Haberschlacht, Hausen, Meimsheim, Neipperg und Stockheim - alle bekannte Weinorte. Heute ist Brackenheim nach Fläche die größte Weinbaugemeinde Württembergs und größte Rotweingemeinde Deutschlands. Besonders ideale Boden- und Klimabedingungen findet der Lemberger, der nicht ohne Grund als „König des Rotweins" bezeichnet wird. Drei Weingärtnergenossenschaften und 15 Selbstvermarkter bauen die Trauben aus. Neben Brackenheim mit seinem historischen Altstadt-Ambiente und seiner Schlossanlage haben auch die Stadtteile Interessantes zu bieten: Heimatmuseum Botenheim, römische Jupiter-Gigantensäule in Hausen, Dürrenzimmerner Maria-Magdalenakirche sowie die herrliche Aussicht von der Waldschenke „Hörnle". Dazu Neipperg mit der stauffischen Doppelburg und dem historischen Rathaus. Über Stockheim thront hoch oben auf dem Heuchelberg das Schloss aus der Regentschaft des Deutschen Ordens.

Brackenheim ist der Geburtsort des Schriftstellers, Journalisten und Politikers Theodor Heuss, des 1949 gewählten ersten Bundespräsidenten unserer Republik. Am 31.1.1884 kam er in der ehemaligen Schlosskelter als jüngster Sohn des Oberamtsbaumeisters Louis Heuss zur Welt. Weil sein Vater nach Heilbronn versetzt wurde, machte Theodor im dortigen humanistischen Karlsgymnasium, dem heutigen Theodor-Heuss-Gymnasium, 1902 sein Abitur. In Heilbronn war er später Chefredakteur der Neckar-Zeitung. Der Brackenheimer Lemberger vom Zweifelberg war einer der Tropfen, die Heuss zur Inspiration seiner Reden nutzte. Gleichzeitig war er ein perfekter Botschafter für den Wein. Das Theodor-Heuss-Museum in seiner jetzigen Form soll das Medium dafür sein, die Botschaft von "Demokratie als Lebensform", wie es Heuss formuliert hat, weiterleben zu lassen. www.brackenheim.de
www.theodor-heuss-museum.de

Lauffen

Der Neckar wurde in Lauffen einst durch einen Felsrücken gezwungen, eine große Schleife zu bilden. Durch die Erosionskräfte des Wassers wurde der Felsen im Zeitraum 400 bis 100 v. Chr. durchbrochen. Der Neckar floss über Stromschnellen mit hoher Geschwindigkeit durch die geschaffene Lücke. Auf dieses Laufen des Flusses geht der Stadtname zurück. Im Zentrum der alten Neckarschlinge steht auf einem Hügel die Regiswindiskirche. Auf einer Insel befindet sich in der früherer Pfalzgrafenburg seit 1817 das Rathaus. Im Klosterhof ist eine Gedenkstätte für den in Lauffen geborenen Dichter Friedrich Hölderlin. Lauffen war am Fortschritt der Energieversorgung beteiligt. Hier begann vom Zementwerk aus 1891 die weltweit erste Fernübertragung von Wechselstrom. Noch heute erinnert der Name des lokalen Energieversorgungsunternehmens ZEAG (Zementwerk Lauffen – Elektrizitätswerk Heilbronn AG) daran. Im Weinbau dominiert der Lauffener Schwarzriesling, bekannt unter dem Namen „Katzenbeißer“. www.lauffen.de

Kirchheim

Der Weinbauort Kirchheim am Neckar liegt an der Württemberger Weinstraße. Seine Weinberge gehören zur Großlage Stromberg. Einladend ist die Kirchheimer Weinterrasse über dem Neckar. Zwischen Bönnigheim und Kirchheim liegen die Hohenstein Prüf- und Forschungs-Institute. Arbeitsschwerpunkte sind die Prüfung von Textilien und deren Zertifizierung. Daneben zählen Forschung und Entwicklung von textilen Produkten und Anwendungen aller Art zu den Kernkompetenzen. Gegründet wurden die Hohenstein Institute 1946. Am Stammsitz sowie in Laboratorien und Auslandsbüros in Europa, Asien und Amerika sind rund 800 Mitarbeiter beschäftigt. www.kirchheim-neckar.de www.hohenstein.de

Talheim/Flein

Funde von Skelett- und Keramikresten aus der Zeit 5000 bis 4000 Jahre vor Christus zeigen, dass der fruchtbare Boden oberhalb des Schozachtals schon sehr früh Menschen als Lebens- und Siedlungsgrundlage gedient hat. Der Hohrainhof (Schellenhof) südöstlich von Talheim gelegen, ist seit 1938 eine besondere Außenstelle der Justizverwaltung Heilbronn. Der hier erzeugte „Knastwein“ genießt nicht nur wegen seiner Einmaligkeit, sondern auch wegen der guten Qualität, einen besonderen Ruf. In Flein, das an der Württemberger Weinstraße liegt, werden auf 180 ha Rebfläche in den Lagen Kirchenweinberg, Eselsberg, Altenberg und Sonnenberg die Rebsorten Riesling, Schwarzriesling, Samtrot und andere angebaut. www.talheim.de www.flein.de

Haigern

Auf dem Talheimer Hausberg Haigern machen erlesene Gerichte in Kombination mit einem umfassenden Weinangebot von über 180 Positionen das Restaurant zu einer der ersten Adressen für Feinschmecker und Liebhaber edler Tropfen in der Region. Und einen tollen Blick über das Heilbronner Land bekommt man dazu. Inhaberin Suzana Rentschler und Küchenleiter Ralf Rentschler haben das traditionsreiche Haus 2014 neu ausgestattet und eine elegante Atmosphäre auch für Gesellschaften von bis zu 120 Personen geschaffen. Im Gartenpavillon mit 180 Plätzen kann man von April bis Oktober die kulinarischen Köstlichkeiten draußen im Einklang mit der Natur genießen, umgeben von schier endlosen Weinbergen, mit einer herrlichen Aussicht über das Land. www.landgasthof-haigern.de

 

 

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